Fotobegeisterte

Freude an der Fotografie, Feste und Menschen in meinem Umfeld interessieren mich – aber auch Gesehenes,
zufällig Gefundenes, das mich begeistert….und dann kaufte ich mir eine „Profikamera“.
Im Foto-Club Koblenz treffe ich auf Gleichgesinnte und verbessere manche Entscheidung bevor ich den Auslöser drücke.
Mein „Kampf“ mit der Technik und den Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung wird wohl nicht so schnell beendet sein.

Jahrgang 1948, Schüler von Albrecht Klauer-Simonis (AKS), Höhr-Grenzhausen,
wohnhaft in Mülheim-Kärlich, als Amateurfotograf Mitglied des Foto-Club Koblenz e.V. und im DEUTSCHEN VERBAND FÜR FOTOGRAFIE (DVF). Fotografiert seit 1966. Autodidakt nach mehreren Seminaren an der VHS Koblenz, Seminaren bei Prof. Wim Noordhoek, Leiden / Holland, bei Florian Adler, Agfa-Gevaert / Deutschland, bei Paul Gluske, AFIAP, Frankfurt und in der Gruppe “Momente“ unter Leitung des Malers, Plastizierers, Bildhauers und Fotografenmeisters AKS.
Keine Festlegung auf bestimmte Motive/Bildinhalte, bevorzugt aber Bildgestaltungen, die dem Minimalismus und/oder der sogen. Gestische-Photographie zugeordnet werden können. Unternimmt oftmals den Versuch Empfindungen, Stimmungen mit seinen Bildern zu vermitteln.

Nach einem sehr zeitintensiven Berufsleben als Hochschullehrer fesselt mich heute die Fotografie. Auch wenn es erst auf den zweiten Blick sichtbar ist, gibt es dabei erstaunliche Parallelen zwischen Fotografie und Wissenschaft. Einige davon will ich hier nennen.
Als Wissenschaftler habe ich mich stets bemüht, ein adäquates Abbild der – wie auch immer definierten – Realität zu gewinnen. Dabei war es notwendig, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen; nur so kann man Zusammenhänge erkennen und konkrete Aussagen treffen. Selektion lautet dafür das Zauberwort. Gleiches trifft auch auf die Fotografie zu: Wirklich spannende Bilder sind zumeist nicht die, die möglichst vieles im Detail zeigen wollen, sondern solche, die Strukturen sichtbar machen, die in der Vielfalt allzu leicht untergehen.
Eine zweite Parallele: Das, was gute Wissenschaft ist, lässt sich ebenso wenig eindeutig bestimmen, wie das, was gute Fotografie ausmacht. Bei aller breiten Übereinstimmung bleibt immer ein Rest an Subjektivität. Das merkt man, wenn man beobachtet, wie Jurierungen in Fotowettbewerben ablaufen, oder aber, wie sich die unterschiedlichen Referees im Begutachtungsprozess von wissenschaftlichen Publikationen äußern. Jeder steckt tief in seinen eigenen Präferenzen und geliebten Sichten und kann diese Grenzen am Ende nicht immer überwinden. Die Antwort auf dieses Problem ist übrigens in beiden Feldern grundsätzlich gleich: Es gilt, das Urteil auf mehrere Köpfe zu verteilen: Abgelehnte Bilder sollten bei einem anderen Wettbewerb eingereicht werden, abgelehnte Aufsätze bei einer anderen Zeitschrift.
Die dritte Parallele: Beide, die Wissenschaft und die Fotografie, folgen Modewellen, werden stark durch ikonische Arbeiten beeinflusst. Und in beiden Feldern weiß man häufig erst hinterher, ob die auslösenden Werke wirklich ikonisch waren oder nicht. Wer kennt nicht das berühmte Zitat: „Ist das Kunst oder kann das weg“? In der Wissenschaft spricht man etwas vornehmer von „Paradigmenwechseln“.
Und noch eine letzte Parallele: Die Wissenschaft und die Fotografie leben beide von Kreativität. Die verwendete Technik ist eine zumeist notwendige, nie aber eine hinreichende Bedingung für Erfolg.